Meine Geschichte. Mein Weg.

"Mein Kartenhaus ist eingestürzt"

Ich war 34 als ich morgens aufgewacht bin und nur noch geheult habe.

Ich war mit drei kleinen Kindern, einer unglücklichen Ehe, einem Teilzeitjob, einem Nebenjob, einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Sportverein und einer Großbaustelle im Haus irgendwann überfordert und bin zusammengebrochen.

Ich habe immer gesagt: "mein Kartenhaus ist eingestürzt".

Es war ein schleichender Prozess über Jahre, der Einbruch kam dann über Nacht. Ich war am Boden zerstört und völlig verzweifelt.

Mein erster Weg war der zum Hausarzt. Das Problem; ich wusste gar nicht was ich sagen sollte und mit welcher Begründung ich mich krankschreiben lassen soll.

Hab mir immer gedacht so was ist kein Grund nicht in die Arbeit zu gehen. Als ich dann beim Arzt saß musste ich überhaupt nichts sagen. Meine Tränen haben für mich gesprochen. Der einzige Satz war: "Ich kann nicht mehr..."

Ich ging aus der Praxis mit zwei Wochen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und der Hausaufgabe ALLES abzulegen was mir Stress bereitet und mich in diesen zwei Wochen nur um mich und mein Seelenwohl zu kümmern.

Aus den zwei Wochen und der kleinen Hausaufgabe wurden 1,5 Jahre Arbeitsunfähigkeit, zahlreiche Besuche bei sämtlichen Ärzten, eine wöchentliche Audienz beim Psychiater, therapeutische Begleitung, Klinik Aufenthalt, eine Kündigung im Teilzeitjob, eine Kündigung vom Nebenjob, eine Kündigung der ehrenamtlichen Tätigkeit, eine Trennung von meinem Ehemann und schließlich der Start in ein neues Leben.

Heute habe ich viel dazu gelernt, viel an mir gearbeitet und es geht mir besser denn je.

Mein Kartenhaus ist eingestürtzt

Ich kann nicht mehr...

Meine Tränen haben für mich gesprochen

Warum ich Menschen begleite

Es gibt einen Satz, der mich viele Jahre begleitet hat:

"Wenn man nicht selbst in dieser Situation ist oder war, kann man es nicht verstehen."

Ich glaube, darin steckt viel Wahrheit.

Ich selbst habe Depressionen, Panikstörung, Anpassungsstörung, Burn-out und eine posttraumatische Belastungsstörung erlebt.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, morgens nicht mehr aufstehen zu können.

Ich weiß, wie sich Angst anfühlt, wenn sie das eigene Leben bestimmt.

Ich weiß, wie einsam seelische Krisen sein können.

Vor allem weiß ich aber auch, dass Veränderung möglich ist.

Es war kein leichter Weg.

Es gab Rückschläge, Tränen und viele Momente, in denen ich nicht wusste, ob ich jemals wieder unbeschwert leben würde.

Doch Schritt für Schritt habe ich gelernt, mich selbst zu verstehen, meine Vergangenheit anzunehmen und mein Leben zurückzuerobern.

Heute kann ich sagen:

Ich habe mich zurück ins Leben gekämpft.

Nicht, weil es einfach war.

Sondern weil ich niemals aufgehört habe, an Veränderung zu glauben.

Warum ich heute Coach bin

Genau diese Erfahrungen möchte ich heute weitergeben.

Nicht aus einem Lehrbuch.

Nicht aus einer theoretischen Ausbildung.

Sondern aus einem Leben, das selbst durch schwere Zeiten gegangen ist.

Ich möchte Menschen begleiten, die gerade dort stehen, wo ich einmal stand.

Ich möchte zuhören, Mut machen, Orientierung geben und Hoffnung schenken.

Nicht, weil ich alle Antworten kenne.

Sondern weil ich weiß, wie wichtig es ist, einen Menschen an seiner Seite zu haben, der wirklich versteht.

Selbstfürsorge

woman doing yoga meditation on brown parquet flooring
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Neben meiner Arbeit schöpfe ich Kraft in der Natur nehme mir Zeit für kleine Pausen. Diese eigenen Auszeiten erinnern mich täglich daran, wie wichtig Balance und Achtsamkeit sind, um anderen mit klarer Präsenz und voller Aufmerksamkeit zu begegnen.